Dürfen Arbeitgeber den Bonus an Büropräsenz knüpfen?

Es ist zwar noch nicht ausgeurteilt – aber es dürfte in Deutschland arbeitsrechtlich angreifbar sein, falls Unternehmen die Beschäftigten mit 5 Bürotagen pro Woche mit einem höheren Bonus belohnen wollen – und so umgekehrt im Homeoffice Arbeitende bestrafen (um sie mittelbar wieder ins Büro zu drängen). Denn dies würde eine unbegründete Ungleichbehandlung der Angestellten darstellen. Denn keine Studie belegt unabweislich, dass daheim oder mobil Arbeitende im Schnitt eine schlechtere Arbeitsleistung als im Zentralbüro erbringen – im Gegenteil. Zudem diskriminiert der Ansatz pauschal Beschäftigte, die kleine Kinder und zu pflegende Angehörige daheim betreuen müssen. Ein „Büro-Bonus“ arbeitet auf Grundlage einer Vermutung statt einer objektivierbaren Leistungsbeurteilung aufgrund des Arbeitsorts (die es eben nicht gibt).
Eine Benachteiligung findet subjektiv trotzdem statt: Beschäftige, die teilweise oder ganz dezentral arbeiten, gelten als weniger engagiert und werden seltener für eine neu zu besetzende Stelle vorgeschlagen, sagt eine Erhebung…

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(aus: personalwirtschaft.de)