Die Milliardenverluste von Bundesbank und EZB sind eine schlechte Nachricht für den künftigen Finanzminister – und die ökonomische Quittung für eine lange Zeit fehlgeleitete, viel zu expansive Geldpolitik. Die machte die Kernaufgabe „Währungsstabilisierung“ zur Nebensache, um die angeschlagenen Schuldenstaaten der Euro-Zone über massive Anleihekäufe (und sinkende Risikoprämien) von quälendem Reformdruck zu befreien. Nun klafft eine große Zinsschere zwischen Aktiv- und Passivseite, die besonders die Bundesbank-Bilanz tiefrot werden lässt…
(aus: WirtschaftsWoche)